"Lemon" Tree



Titel: "Lemon" Tree ("Zitronen" Baum)
Autor: KanshinX/ Akis Fischstäbchen Disclaimer: all rights reserved
Warnungen: lemon, PWP
Genre: One-Shot/ Slash (?!) [u.U. FF]
Länge: 6 Seite
Entstehung: 05.03.2006
Rating: 18
Sonstiges: Ich sinke immer tiefer und tiefer und schreibe eine ellenlange Geschichte über eine einzige Handlung oô Dann noch nüchtern und mit dem wunderbaren Titel "Lemon" Tree *hust* Eine Geschichte, die mich an die Grenzen gebracht hat und für die ich drei Tage benötigt habe xxd
Also kramt "Lemon Tree" von Fool's Garden hervor und lest (oder auch nicht) Übrigens gibt es zwei Möglichkeiten fürs Ende, die jeweils gekennzeichnet sind *verbeug*


Ereignislosigkeit ist es, die sich ausbreitet, den kahlen Raum noch leerer erscheinen lässt. Sitze hier auf der Couch, starre zum schwarzen Bildschirm hinüber und sehe, wie die Flocken zu Tausenden durch die dunkle Nacht wirbeln, niemals rasten, niemals ruhen, sich immerfort bewegen.
Mein nächster Blick gilt dem Telefon, das sich ausschweigt, keinen Ton erklingen lässt, der in mir ein Gefühl von Zugehörigkeit hervorruft.
Neben dem Telefon liegt ein Zettel. Klein, weiß, unscheinbar, nur wenige Zeilen sind darauf in kleiner, runder, schwarzer Schrift notiert: "Vielen Dank, ich melde mich."

Ich melde mich, wiederhole ich jene Worte in Gedanken. Doch niemand hat sich bisher gemeldet, Tage sind vergangen, Stunden, Minuten und Sekunden, die meinen Funken der Hoffnung immer weiter dahinschwinden lassen.
"Vielen Dank", steht dort auch. Müsste man sich nicht melden, wenn man sich bedankt? Muss es dann nicht in Ordnung gewesen sein?
Beinahe schon manisch fixiere ich den Telefonhörer. Doch nichts. Kein Laut erreicht mein Ohr und nur das Rascheln des Couchbezugs, als ich mich zurücklehne, erzeugt einen Ton, der mich davon überzeugt, dass noch nicht alles verstummt ist. Dass ich noch in der Lage bin, etwas zu hören.
Lasse meinen Blick erneut schweifen, entdecke die längst vergangene Fernsehzeitung auf dem Tisch, sehe hinauf zur hölzernen Decke, in dessen Brettern sich die verschiedensten Maserungen wiederfinden.
Wen mag das interessieren?

Das Strecken eines Arms, der Griff, der sich um eine Fernbedienung legt und Sekunden später erklingen die ersten Töne eines Liedes aus den Lautsprechern der CD-Anlage unterhalb des Fernsehers.

I'm sitting here in a boring room,
It's just another rainy sunday afternoon,
I'm wasting my time, I got nothing to to,
I'm hanging around, I'm waiting for you,
But nothing ever happens,
And I wonder…

Unbewusst nicke ich der Anlage zu, bestätige dem Sänger, dass er recht hat mit seinen Worten. Wer singt es eigentlich? Ich erinnere mich nicht, glaube nur noch zu wissen, dass die Band "Fool's Garden" oder so ähnlich hieß. Merkwürdiger Name.

Doch auch die Musik füllt die Leere im Inneren nicht, lässt das Telefon nicht klingeln und stillt nicht den Hunger, auf den mein knurrender Magen mich aufmerksam macht.
Mühsam beuge ich mich vor, greife nach dem Rest Schokolade, der noch in einer Schale liegt und beiße ein Stück ab davon, schlucke es und bin zufrieden, als ein Gefühl der Sättigung in mir emporsteigt.

Ein Blick durchs Fenster und ich erkenne, dass sich der andauernde Schneefall so gut wie beruhigt hat, dass nur noch einzelne, winzige Flocken umherschwirren. Unweigerlich muss ich an den leeren Kühlschrank denken, daran, dass ich bereits seit Tagen nicht mehr das Haus verlassen habe.
Verdammtes Telefon, denke ich kurz, bevor ich mich erhebe und beschließe, ein wenig einzukaufen.
Schließlich würde es keinen guten Eindruck hinterlassen, wäre der Kühlschrank vollkommen leer, wenn jemand zu Besuch kam.
Was ist denn hier los, würde der Besuch womöglich fragen.
Ich habe auf den Anruf geantwortet. So etwas konnte ich nicht antworten. Zeugte es nicht von Schwäche und Abhängigkeit?

Fest entschlossen streife ich mir meine Winterjacke über, ziehe ein Paar Stiefel über, bevor ich mich mit meiner Wollmütze auf dem Kopf hinauswage. Hinaus in die kalte Außenwelt, die ich tagelang nicht betreten habe.
Meine anfangs eiligen Schritte werden mit der Zeit langsamer, schließlich besteht kein Grund zur Eile, es würde niemand anrufen.
Niemand. Niemals?
Ich denke nach, denke an den Zettel auf meinem Wohnzimmertisch und daran, wie ich vor Tagen morgens aufgewacht war und ihn gefunden hatte. Zusammen mit einer Rose in einer Vase, die längst verwelkt war.

Denke weiter, an dich, den ich auf einem meiner Streifzüge durch das Nachtleben fand. Du, der du auf mein Angebot hin zustimmtest und mitkamst.
Verfasser jener Nachricht.
Erinnere mich noch genau an alles, habe noch deinen Duft in meiner Nase, glaube noch immer, die Berührungen deiner Hände auf meiner Haut zu verspüren. Obwohl die Zeichen längst verblasst sind, jeden Beweis jener Nacht ausgelöscht haben.

Du…

*

"Und die Wände sind auch nicht hellhörig?", du lachst, ein ehrliches, markantes Lachen, das mich einstimmen lässt.
"Nein, meine Nachbarin ist fast taub, die wird uns kaum stören."
Und wenn doch, werde ich sie ignorieren, füge ich in Gedanken zu und nehme dich an der Hand, ziehe dich mit mir in Richtung meines Schlafzimmers.
"Warte, meine Schuhe", maulst du und entledigst dich ihrer schnell, mit einem dumpfen Geräusch eines Aufpralls landen sie unterhalb der Garderobe. Nun lässt du dich widerstandslos mitziehen, folgst mir auf leisen Sohlen und wirfst mir einen Blick der Anerkennung zu, als du das Doppelbett aus einem städtischen Geschäft für moderne Möbel siehst.

"Das ist schön", meinst du und lässt dich darauf nieder, setzt dich an die Kante und wirfst mir ein Lächeln zu. Allerdings nicht mehr ganz so freundlich wie zuvor, dieses Mal schwingt auch eine Spur von Anzüglichkeit mit, die mein Herz ein wenig schneller schlagen lässt.
"Gleich wird es noch viel schöner", raune ich dir zu und du lässt sich nach hinten fallen, blickst zu mir auf, der ich mich nun über dich beuge, meine Hände neben deinem Kopf abstütze. Spüre den weichen Stoff unter meinen Fingern, als ich mich hinabbeuge und meine Lippen mit deinen verschließe. Stelle zufrieden fest, dass du meinen Kuss erwiderst, gar unverfroren mit deiner Zunge über meine Lippe streichst, ihre Konturen nachziehst und sie befeuchtest.
Ich kann dem nicht standhalten, gebe nach, als du mit einigem, ungeduldigen Stupsen dein Anliegen nennst, öffne meine Lippen leicht und heiße deine Zunge mit meiner willkommen.

Umgarne sie, verwickele sie in ein Spiel und seufze leise auf, als du dein Tun intensivierst und sich deine Arme um mich schlingen, mich näher zu dir heranziehen.
Spüre wenig später deinen Körper unter mir, glaube trotz der Stoffschichten deine Wärme zu fühlen, genieße es. Du hast Erfahrung damit. Gewinnst schnell die Oberhand und ich atme schwer, schnappe nach Luft, als du dich nach einer halben Ewigkeit von mir löst.
Mir ein süffisantes Grinsen zuwirfst.

"Ich hoffe, du kannst noch."
Wieder ein leises Lachen angesichts meiner Atemlosigkeit.
Statt einer Antwort suche ich erneut deine Haut mit meinen Lippen heim, bleibe dieses Mal jedoch nicht nur an einer Stelle, sondern wandere von den Wangen zum Hals hinab, erfreue mich an deinem Seufzen, das du angesichts meines Saugens an seinem Hals ausstößt.
Zufrieden besehe ich den dunkelroten Fleck, der sich auf deinem Hals gebildet hat, hauche ihm einen weiteren, zärtlichen Kuss auf.
Werde dann abgelenkt von fordernden Händen, die sich unter meinen Pullover schieben, Fingern, die meine Haut berühren und mich erschauern lassen. Habe mich schon länger nach diesem Gefühl gesehnt.
Bin dir gern behilflich, als du mühsam versuchst, mich meines Pullovers zu entledigen. Streife ihn geschwind ab, um ihn ohne Umschweifen in eine Ecke des Zimmers zu befördern, mich nun deiner uneingeschränkten Berührungen hinzugeben.

I wonder how I wonder why
Yesterday you told me 'bout the blue blue sky
And all that I can see
Is just a yellow lemon tree

Deine raue Stimme, die diese Zeilen singt, beschert mir nur noch etwas mehr von dieser inneren Wärme, heizt meinem eben noch vereisten Körper weiter ein.
Es dauert eine Weile, bis ich mich wieder fange und meinerseits die Hände unter deinen Pullover wandern lassen, genießend über die weiche Haut fahre, das Gefühl in mir aufnehme. Dazu animiere, dass du dich deines Pullovers entledigst und ihn in die Nähe meines eigenen beförderst. Das heißt, ich denke, dass es so ist, wissen tue ich es nicht.
"Schritt eins ist getan", du lachst leise und wanderst mit deinen Lippen an meinem Oberkörper herab, bis du an meine Hose gelangst, flink den Knopf öffnest, um anschließend dem Reißverschluss mit deinen Zähnen beizugehen.
Ein leises, erstauntes Stöhnen entfährt mir, als deine Nase meine sich aufbauende Erregung streifst. Scheinbar erfreut dich meine Reaktion, denn du kannst es nicht lassen, und deine Nase reibt noch einige, weitere Male über den Stoff, während du mich gleichzeitig der Hose entledigst.

Versuche, dir entgegenzukommen und hebe leicht das Becken an, damit du es etwas leichter hast. Freue mich, als die Hose endlich fort ist und eine Konversation mit meinem Pullover führen darf.
Ein leises Knurren reißt mich aus meinen abschweifenden Gedanken und ich sehe auf, blicke in deine selbst in der Finsternis noch deutlich glänzenden, grünen Augen.
Wie kleine Kristalle erscheinen sie mir und dein durchdringender Blick lässt mich dich verwundert ansehen.
"Nichts", antwortest du auf meine stumme Frage hin, bevor du dich an deiner eigenen Hose vergreifst, sie langsam, beinahe lasziv ausziehst und sie fortwirfst.
Wortlos schlingst du deine Arme um meinen Körper und ziehst mich näher an dich heran, unsere nackte Haut berührt sich und wieder entfährt mir ein Stöhnen, dieses Mal jedoch ein klein wenig lauter.

Die Hitze, die dein Körper aussendet, die nackte Haut und die Berührungen, all das lässt langsam aber sich meine Selbstbeherrschung schwinden, mich immer ungehaltener und ungeduldiger reagieren.
Selbst leichte Berührungen werden zu leichten Verbrennungen und mein Atem wird immer schneller, schlägt dir heiß ins Gesicht.
"Du bist so schön", schnurrst du, bevor du meine Lippen mit deinen versiegelst und deine rechte Hand an meinem Oberkörper herabwandert, neckisch mit dem Bund der Shorts spielt.
Mein flehender Blick begegnet deinem und ein wissendes Lächeln schleicht sich auf dein Gesicht, das die eigene Anspannung und Lust kaum noch zu verbergen mag.

Ich werfe meinen Kopf in den Nacken und stöhne auf, entlade die gesammelte Sehnsucht in dem Augenblick, als eine vorwitzige Hand die Grenze durchquert, sich unter den quälenden Stoff arbeitet und inzwischen doch schon deutliche Erektion umschließt.
Sanfte Finger, die langsam auf- und abreiben, meine Anspannung und Erregung nur noch weiter ausreizen. Strecke dir mein Becken entgegen, wünsche mir das Anhalten der Gefühle und doch eine Erlösung, das Ende der Qualen, den kurzweiligen Taumel von Ewigkeit.

Doch entgegen meiner Wünsche zieht sich die Hand zurück, lässt ab und katzenhafte, grüne Augen streifen meinen Blick, der von Verlangen, Lust und wachsender Euphorie spricht.
Bitte erlöse mich, mögen meine Augen dir sagen. Du magst das verstehen, ignorierst es dennoch geflissentlich und machst dich lieber daran, mich vom letzten, störenden Stoff zu befreien, das Zeichen meines Verlangens freizulegen. Den Anblick mit einem lasziven Grinsen zu kommentieren.
Mein zynischer Kommentar bleibt aus, zu sehr sind meine Hände damit beschäftigt, auch dich vollkommen freizulegen, den Anblick, der mich erwartet, zu genießen.

Auch deine Lippen verlässt kurze Zeit später ein Laut der Erregung, ein Ausdruck deiner Gefühle, als ich meinen Körper an deinen schmiege, mich an ihm reibe und deine Lendengegend weiter ausreize.

"I…ich… möchte nicht… so", bringst du mühsam keuchend hervor und ich verstehe, nicke zustimmend.
Sehe dir an, dass du an deine Grenzen gelangst, dass die Hitze im Raum unermessliche Höhen erreicht hat, den Schweiß fließen lässt. Nehme ihn mit seinem salzigen Geschmack in mir auf, als ich kurz mit der Zunge deinen Hals entlang fahre.
Ignorierst es gekonnt und gebietest mich, mich doch für einen Moment zu erheben. Schwerfällig erhebe ich mich und sehe erstaunt zu, wie du es mir gleichtust und wir uns für einen Augenblick schweigend gegenüberstehen in der Dunkelheit.

"It's my turn", hauchst du mir zu und bevor ich reagieren kann, liege ich wieder auf dem Bett, sehe zu dir auf und folge deiner Geste, die mich dazu anweist, mich doch umzudrehen.
Sekunden später "stehe" ich auf allen Vieren vor dir im Bett und spüre deine Hände, deine Finger, die über meine Wirbelsäule streichen, mir eine Gänsehaut nach der anderen bescheren.
Drehe mich einige Male um in meiner Ungeduld, doch du gehst nicht weiter auf mich ein, lässt dir stattdessen Zeit, bis ich deinen Atem an meinem Ohr spüre und du hauchst: "Wo ist es?"
"Was?", möchte ich fragen, doch dann verstehe ich und weise mit einer Hand auf einen nahen Nachttisch, in dessen Schublade sich der gesuchte Gegenstand befindet.
Du begibst dir dorthin, ziehst die Schublade auf, nimmst die Tube heraus und kehrst damit zurück zu mir.

Kann nicht sehen, was du tust, doch der Gedanke an deine Hand, die das Gel auf deiner Länge verteilt, gefällt mir durchaus und steigert meine Ungeduld, meinen Wunsch, doch endlich fortzufahren.
Du tust mir den Gefallen. Ein raues Keuchen entfährt mir, als ich deine Finger in mir willkommenheißen darf und eine suchende Hand ihren Weg zu meinem Bauch findet, tiefer geht und meine vor Erregung pochende Erektion umfasst.

Der Schmerz, den deine Finger in ihrer Bewegung verursachen, vergeht, nicht zuletzt dank den Einsatzes an anderer Stelle. Und als du mich schließlich fragst, ob ich bereit wäre, kann ich nur nicken.
Könnte ich dein Gesicht sehen, würdest du jetzt wohl lächeln. So bleibt mir jedoch nichts anderes übrig, als mich auf deine Berührungen und das zu konzentrieren, was uns hier und jetzt verbindet.

Trotz aller Vorbereitung entweicht mir ein etwas gequältes Wimmern, als du langsam und bedächtig in mich eindringst. Schmerzen lassen sich trotz aller Vorsicht nicht vermeiden, dennoch bin ich dankbar für die Vorsicht, mit der du waltest. Dir Zeit lässt, dich immer wieder ein Stück zurückziehst, bis es irgendwann soweit ist und du mich vollständig ausfüllst…

Spätestens jetzt ist es aus mit der Selbstbeherrschung und ein lauter, langgedehnter Laut der Erregung entfährt mir unweigerlich. Wenn eben noch der Schmerz überwog, so sind es jetzt andere Gefühle und Sphären, die diese Verschmelzung mit sich zieht.
Ich lege meinen Kopf in den Nacken und meine Finger verkrampfen sich im Bettlaken, als du das erste Mal zustößt, ich verzweifelt versuche, der Kraft entgegenzuwirken, mit der du mich konfrontierst.
"Ah…", entfährt es mir, als sich das Spiel fortsetzt, es ist berauschend, dich, deine Fremde in meiner Enge zu spüren, mit dir zusammen der Ekstase immer näher zu kommen.

Wir sehen uns nicht, können die herannahende Ekstase und das Verlangen in den Augen des anderen nicht erkennen, spüren nur die Bewegungen des jeweils anderen, geben uns ihnen hin und…
Dein Stöhnen wird lauter und anhand der wachsenden Schnelligkeit und Unregelmäßigkeit deiner Stöße, male ich mir aus, dass es bald vorüber sein wird. Stemme mich dir noch einmal mit aller Kraft entgegen, bevor du deine Hände an meinen Seiten platzierst und mich in einem Akt der Lust und Verzweiflung noch einmal näher an dich heranpresst, erlösend aufstöhnst.
Wenig später breitet sich dein Saft in mir aus und ich bekomme mit, wie ein Teil davon seinen Weg aufs Bettlaken findet.
Womöglich sollte es ausgewechselt werden, überlege ich mir, werde dann jedoch abgelenkt, da meine Lendengegend wieder etwas Aufmerksamkeit verlangt, die ich ihr gerne gebe.

Du hast dich neben mir aufs Bett fallen lassen und auch ich wende ich mich und sitze dir nun Seite an Seite.
"Das war gut", du schnappst nach Luft und ein Lächeln ziert wieder einmal dein Gesicht. Sicherlich ist es gerötet und das dunkle Haar steht ab in alle Richtungen. Versuchst, deinen entgleisten Atem wieder unter Kontrolle zu bringen, dich zu beruhigen…
Wirklich, es gelingt und du fängst meinen beinahe flehenden Blick auf.
"Oh, Verzeihung", du erhebst dich schwerfällig und stellst dich vor mich, ich sehe zu dir auf, weiß nicht, welche Absichten du nun hegst.

"Steh auf!", lautet dein Befehl und ich befolge ihn, stehe dir nun gegenüber. Einen Augenblick sehen wir uns in die Augen und ich bin sicher, dass du meine Wünsche in ihnen lesen kannst.
Ohne ein Wort kniest du dich schließlich vor mir nieder und ich erahne, was jetzt kommt.
Meine Finger krallen sich in deine Kopfhaut, hinterlassen sicherlich blutige Spuren, als ich deine Zunge im Zentrum der Hitze spüre, wie sie sich ihren Weg bahnt, zunächst beinahe ein wenig schüchtern dort entlang fährt.
Ein ungehaltenes, heiseres Stöhnen entweicht meiner Kehle, als sich deine Lippen um meine Erregung schließen und du sie weiter mit der Zunge "bearbeitest", sie weiter reizt, behutsam und zugleich fordernd daran saugst.
Immer weiter versteife ich mich, fühle die Hitze, die sich in meiner Mitte zur Explosion sammelt…

Finger, die eine Feuchte spüren und nicht wissen, ob sie vom Schweiß oder Blut herrührt, ein Schrei, der dem anhaltenden Stöhnen weicht und ein Gefühl der Ekstase und Erlösung. Ein schluckendes Geräusch, die Welt gerät aus ihren Fugen und ich sinke zurück aufs Bett hinter mir.
"Schmeckt gut", du erhebst dich, leckst dir einmal über die Lippen und lässt dich wieder einmal neben mir nieder. Ich hingegen bekomme deine Worte nur am Rande mit, versuche stattdessen wieder zu Atem zu gelangen und mich zu beruhigen.

Mein rasselnder Atem, dein Schweigen, unser Schweigen. Der Genuss der Zufriedenheit nach der Entladung.
"Das war, wie soll ich sagen…", für einen Moment fixierst du irgendeinen imaginären Punkt an der Schlafzimmerwand, "geil. Ich denke, das trifft es."
Eine verbale Erwiderung meinerseits bleibt aus, stattdessen nicke ich langsam und wir sitzen noch eine Weile nebeneinander und hängen unseren Gedanken nach.

*

Zitternd vor Kälte betrete ich nach Stunden meine Wohnung, schließe die Tür hinter mir und entledige mich meiner durchweichten, eingeschneiten Kleidung. Vielleicht war es ein Fehler, hinauszugehen.
Nachdem ich die Einkäufe in der Küche abgeladen habe, betrete ich das Wohnzimmer, werde sofort auf die blinkende Anzeige des Anrufsbeantworters aufmerksam.


Ende 1

And I wonder wonder wonder how I wonder why
Yesterday you told me 'bout the blue blue sky
And all that I can see and all that I can see and all that I can see
Is just a yellow lemon tree…

Wer könnte angerufen haben? Bevor ich mich weiter mit diesem Gedanken befassen kann, habe ich bereits die Abhörtaste betätigt und erstarre in meiner Bewegung, als es deine Stimme ist, die ertönt. "Hi, hier ist Lauri, du weißt schon. Ich wollte fragen, ob du heute Zeit hast. Dann komm einfach am Treffpunkt vorbei gegen zehn. Wenn nicht, komm nicht vorbei." Erneut ein mir bekanntes Lachen und schließlich Stille, die Aufnahme ist zuende. Ein wortloses Nicken besiegelt meinen Entschluss.


Ende 2

I'm stepping around in a desert of joy
Baby anyhow I'll get another toy
And everything will happen
And you'll wonder…


Kommentar:
Übung macht den Meister ist der Grundgedanke?! Nun, ich weiß auch nicht, aber wenn man Sonntagsabends vorm Laptop sitzt, Lemon Tree von Fool's Garden hört und etwas schreiben möchte… fällt mir das "lemon" im Liedtitel auf und ich frage mich: Warum eigentlich nicht nutzen? Einzellemon Nummero 2. Gut, ich brauche meine Zeit für Formulierungen und starre eine Weile auf den Bildschirm, bevor der nächste Satz folgt, aber so ist es eben ^^
Ich interpretiere damit nicht das Lied "Lemon Tree", höchstens etwas *g* Aber nehmt das hier nicht zu ernst ^^
PS: Man ignoriere meine Ausdrücke oder meine nüchterne Schriftsprache, ich kann das nicht anders *drop* (noch nicht oô)
PPS: Da schreibe ich so einen Kram, wo draußen ein Meter Schnee liegt und es nicht aufhört zu schneien xd
PPPS: Ich habe teils mit mir gekämpft, ihr könnt mir glauben xxd rape und Sezierungen sind eindeutig einfacher zu schreiben ^^
PPPPS: Möchte nicht jemand eine Liste mit den schönsten Bezeichnungen für gewisse Körperteile führen? Mir gehen die wissenschaftlich erträglichen Begriffe aus oô (gut, meine Schuld, dass ich einen einzigen Akt auf so viele Seiten ziehen "muss" aber hey, ich wollte immer seitenlang über eine einzige Bewegung schreiben. Ich ziehe gern etwas in die Länge) [und es geht so lange OHNE Umgangssprache zu verwenden *__* das ist doch was xd aber es ist trotzdem ellenlang…]
PPPPPS: Warum brauche ich so lange für 6 Seiten? T_T (3 Tage…)
Ferner erkennt man ja nicht viel Handlung bzw. ist da gar keine Handlung xd weder eine Idee, noch etwas Anderes. Pure lemon ohne Sinn und Verstand oô passt das zu mir und meinem rationalen, sachlichen Stil? Eher nicht xd darum: Schön, wenn ihr es lest und sagt "das ist ok", in Ordnung, wenn ihr sagt "bleib bei Psycho und zersägten Fingerkruppen" oder was auch immer euch einfällt. Ich werde es sicherlich nicht persönlich nehmen *lach* Aber man muss schließlich alles einmal gemacht haben (nun gut, übertrieben) und trotz der Dauer von 3 (!) Tagen und unzähligen Überlegungen war es ganz ok, das hier zu schreiben ^^ Schließlich werde ich immer wieder dazu genötigt werden, so etwas zu schreiben…
Was es sonst so gibt: Zu Liebesfragen: Ich weiß nicht was Aki (Ich) und Lauri antreibt, vielleicht Liebe, vielleicht etwas Anderes. Im Grunde mag ich keine Sachen mit fehlender Liebe, ich weiß auch nicht. Denkt euch selbst etwas aus ^^

Musik: Lemon Tree- Fool's Garden + Peep & Playboys (die Alben), Von hier an blind - Wir sind Helden (das Album), Eine Frage des Lichts- Rosenstolz
Widmung: Julesahne (für ein "du kannst das, mach mal" xd) & Lauris_act (für wunderbar formulierte PWPs *g*)
Dank an: Die Encarta mit ihrer Fähigkeit, Wissenslücken zu füllen (welche auch immer *lach*)

Zum Ende: Es gibt zwei Enden, bzw. 2,5 da das erste auch verändert werden könnte ^^ Das zweite ist -denke ich- authentischer, passt besser zum Lied und würde aussagen, dass Lauri Aki NICHT liebt.
Das erste ist da freier und weist darauf hin, dass es doch etwas wird?! Auch eine Frage, wie man "Lemon Tree" auslegt. Die letzte Strophe stellt das zweite Ende und spricht somit davon, dass Aki sich jemand Neues sucht.
Aber welche Bedeutung hat der Zitronenbaum an sich?!
Ist mir nicht bekannt, aber ich verwende ihn als Synonym für Lauri in Verbindung mit lemon (d.h. dem Akt an sich).
Der Baum, der Zitronen spendet *g* Demnach Lauri.
Eigeninterpretationen sind doch etwas Schönes ^^
So gesehen passt das zweite Ende besser zu mir und zum Lied. Andererseits sind traurige Enden nicht so schön, nicht wahr?! Ich werde sehen… (Ich glaube, das wird noch meine Doktorarbeit hier oô° Seitenlange Interpretation zur eigenen Geschichte *lach*) [vor allem, da der Kram weder Sinn noch Handlung hat xd wirklich wunderbar…]
Ferner kann ich meine eigenen Sachen nicht öfter lesen, ich hasse es, meine eigenen Texte wirklich zu lesen xd