Turmspringer
Titel: Turmspringer
Autor: KanshinX
Disclaimer: TR gehören sich selbst, ich habe mir lediglich die Namen geliehen, Handlung & Idee gehören mir allein
Warnungen: /
Genre: One-Shot/ Slash
Pairing: Aki/Lauri
Länge: 1 Seite
Entstehung: 04.12.2005
Rating: G
Sonstiges: Eine merkwürdige Geschichte xd sie entstand, als ich keine Zeit hatte, dafür aber diese Eingebung, woraufhin ich sie niederschreiben musste. Turmspringer. Ich gebe einmal keine Warnungen vor, obwohl vllt. welche angebracht wären. Vermutlich kann man auch viel hineininterpretieren... nicht wahr?!
Ein seichter Wind umspielt dich und mich, zaubert ein leichtes Lächeln in dein Gesicht, lässt deine Haare im Wind wehen. Ein Anblick, der auch bei mir ein Lächeln im Gesicht erscheinen lässt, du, der Wind, der strahlend blaue Himmel, Freude.
Kein Wind, der ein Gefühl von Kälte vermittelt, nein, ein sanfter, warmer Wind, der uns die Freude bringt, der uns hier einfach nur stehen lässt, deine Hand in der meinen. Schließen für einen Augenblick unsere Augen, um ihn intensiver spüren zu können, um den sanften Druck unserer Hände, die sich ineinander verhakt haben, fühlen zu können.
Du und ich, hier, in der Einsamkeit…
Niemand ist in der Nähe, keine Menschenseele, keine Stille und doch kein Lebewesen außer uns beiden. Vermutlich genießen sie alle diesen Sommertag, sitzen in den Eiscafés am Hafen oder in ihrem Garten, sonnen sich, lachen, freuen sich einfach nur. Wie wir. Und doch nicht wie wir.
Nun verstärkt sich der Druck an meiner Hand, öffne meine Augen, wende meinen Kopf zu dir, du siehst mich an. Vermag nicht in deinen Augen zu lesen, muss es nicht tun, denn ich weiß, dass du nicht anders denkst als ich. Es ist ein schöner Tag, vielleicht der schönste dieses Sommers. Mittsommer ist gerade vorüber. Schon am Sommeranfang werden wir mit solch einem Wetter belohnt.
Du lächelst jedoch nicht mehr, dein Gesicht ist so ausdruckslos wie das meine, öffnest leicht deine Lippen, setzt an, Worte mit ihnen zu formen: "Ich…"
Ein Kopfschütteln von mir, ich weiß, was du mir sagen möchtest, lege meinen Finger auf deine Lippen. Musst es nicht sagen, ich weiß, dass es dir schwer fallen würde.
Unser stilles Einverständnis wird durch ein Nicken besiegelt, ein Versprechen, ein Schwur, der ohne ein einziges Wort auskommt.
Fester umklammere ich deine Hand, sehe wieder voraus, der Wind hat ein wenig nachgelassen. Die Baumwipfel verharren in ihrer Bewegungslosigkeit, das Windrad in der Nähe hört auf, sich zu drehen. Als hätte jemand die Zeit angehalten. Keine Bewegung, kein Geräusch. Auch wir beide harren eine Weile in der Ewigkeit aus.
Bis ich meinen Kopf von dir abwende, bis ich allen Mut zusammennehme, einen Schritt mache. Du tust es mir gleich, deine Hand in meiner, wir gehen gemeinsam voran.
Noch ein Schritt. Mein Atem beschleunigt, mein Blick wandert zu deinem Gesicht, du bist ein wenig blass geworden, verstärkst den Druck deiner Hand noch etwas. Weiß, du hast Angst, wie ich, doch ich werde sie dir nehmen, muss vorangehen.
Mein Blick wandert erneut über die Felder, die sich über ein weites Gebiet erstrecken.
Plötzlich setzt auch der Wind wieder ein und ich werfe dir noch einmal einen Blick zu, du erwiderst ihn, ich lese die Sicherheit in deinen Augen. Bestätigen mir meine Entscheidung.
Noch ein Schritt, du folgst mir, ich schließe meine Augen.
Du hältst meine Hand auch weiterhin, lässt nicht los.
Als der Aufprall kommt, wird mir schwarz vor Augen, es bleibt nur mein letzter Gedanke: Ich darf nicht loslassen… niemals…
Kommentare:
Jeder Leser fragt sich jetzt vermutlich: Warum sterben die?! Nun, ich kann auf diese Frage keine eindeutige Antwort geben. Denkt euch etwas aus XD Das ist eine Kurzgeschichte, die zum Nachdenken anregen soll. Alle sind glücklich und diese zwei springen. Ich weiß auch nicht...