Why I'm not sorry



Titel: Why I'm not sorry (Warum es mir nicht leid tut)
Autor: KanshinX
Disclaimer: TR gehören sich selbst, ich habe mir lediglich die Namen geliehen, Handlung & Idee gehören mir allein
Warnungen: sad
Genre: One-Shot/ Slash
Pairing: Aki/Lauri
Länge: 2 Seite
Entstehung: 07.11.2005
Rating: G
Sonstiges: Die Idee zu folgender Geschichte kam mir beim Essen und beim Lesen von ConfiConfe Band 5. Vielleicht versteht man dann die Parallelen. So ist es nur eine kleine Geschichte, die das Thema nicht beim Namen nennt...
Sie hat kein Happy- aber auch kein Sad-End ^^


"Es… es tut mir so leid…", du senkst deinen Kopf zu Boden, kannst mich nicht ansehen. Doch ich sage nichts, sehe es nicht, bin immer noch fassungslos. Glaube es einfach nicht, das kann nicht sein. Das ist doch nicht wahr.
"D…das ist nicht wahr", bringe ich hervor und bereue die Worte zugleich. Weiß genau, dass du nicht gelogen hast, dass es wahr ist, dass jedes einzelne jener verfluchten Worte der Realität entspricht. So etwas würdest du nicht erfinden, ich sehe es dir an, dir tut es einfach nur leid. Immerhin hast du es mir gesagt, ich weiß nicht, ob ich das an deiner Stelle getan hätte. Es ist doch ein Ende, ein Abgrund und zu unverzeihlich für diese Welt. Das sehe ich jetzt und du, du spürst es auch und schweigst auf meine Worte hin. Weißt genau, dass ich sie nicht so meinte. Denn ich glaube dir, es bestehen keinerlei Zweifel. Man merkt es dir gar an, wenn ich genau darüber nachdenke. Bist kränklich geworden, ständig blass, ein wenig zerbrechlich. Die Zigaretten haben sich reduziert, du hast begonnen, die Menschen zu meiden. Deshalb. Darum. Wie lange weißt du es schon?!

"Wie lange…?", frage ich nur und nehme dir die Zigarette aus der Hand, die du dir soeben angezündet hast. Einmal ziehe ich daran, bevor ich sie fallen lasse. Entsetzt siehst du mir zu, sagst dennoch nichts, keine Widerworte, nur das Entsetzen in deinen Augen.
"Ein paar Monate…"
Eine schlichte Antwort auf eine schlichte Frage.
Ein paar Monate schon? Warum hast du mir dann nichts erzählt. Angst? Du siehst mich an, ich sehe dir in die Augen, sie zeigen Angst, zeigen, dass du fort möchtest. Doch es ist noch nicht vorbei, ein paar Worte haben noch nie die Welt gerettet. Schon gar nicht unsere, du kennst mich doch, Lauri.
"E…es tut mir leid", bringst du erneut stockend hervor, "ich hätte es viel früher erzählen müssen. Immerhin bin ich Schuld, wenn du…du…"
Keine Erwiderung meinerseits. Nur ein stummes Nicken, du hast Recht, hättest es früher erzählen müssen. Vielleicht wäre dann alles anders gekommen für mich. Für dich vermutlich nicht, aber was würde mir diese Erkenntnis bringen?! Freude? Trauer? Ich verspüre nichts von alledem.

Nur ein wenig Entsetzen und viel Verständnis. Du hast es nicht erzählen können, ich verstehe es.
"U…und je…jetzt?", fragend blickst du mich an, unschuldig, schuldig, so wie du eben bist.
"Jetzt hast du es mir erzählt."
Ein Nicken, erneutes Schweigen. Wissen nichts hinzuzufügen zu der Tatsache, die plötzlich über unserem Leben steht und es zu einem anderen werden lässt. Meines zumindest, denn du wusstest es vorher.

"Ha…hasst du mich jetzt?", ein zögerliches Fragen, kannst mich nicht ansehen, ich sehe zu, wie du dich verkrampfst.
Ich schüttele mit dem Kopf als Antwort, du blickst auf, verstehst meine Reaktion nicht ganz. Eine gute Frage, aus welchem Grund hasse ich dich jetzt eigentlich nicht? Weil ich dich liebe? Ist das ein Grund, dich jetzt nicht einfach zu hassen oder zumindest Wut zu verspüren?! Doch nichts verspüre ich, nur die Erkenntnis. Das Wissen durchzieht mich und mein Leben mit einem Mal.

"Warum nicht?", deine Stimme gewinnt an Festigkeit, ein wenig Trotz, der mich lächeln lässt. Als wärest du beleidigt, dass ich dich jetzt nicht wutentbrannt hier stehen lasse.
"Weil es mir nicht leid tut, deshalb." Schweigen.
Es ist kalt geworden, mein Atem kondensiert, meine Hände frieren auch noch in der Tasche. Winter, zu kalt, als dass du hier ohne Mütze herumlaufen solltest, denke ich. Jedoch scheinst du dies nicht zu bemerken, vielleicht ist es dir aber auch egal. Denkst, dass es nichts zu verlieren gibt.
"Und jetzt?", wieder stellst du diese bedeutungsschwangere Frage, die ich nicht genau zu beantworten vermag. Was ist jetzt denn schon? Anfang? Ende? Etwas Anderes?

"Jetzt gehen wir heim. Es ist kalt und du holst dir hier den Tod…", erkläre ich mit einem Ton, der keine Widerrede duldet und nehme dich bei der Hand.
"Den habe ich mir längst geholt", murmelst du leise, ich verstehe es dennoch. Und du hast Recht, den Tod hast du dir geholt. Er bewohnt nun unser beider Inneres. Eine schwerwiegende Erkenntnis.
"Deshalb kann man dennoch weiterleben…"
Danach sagen wir nichts mehr, gehen Hand in Hand und ohne ein Wort nach Hause. Ab heute wird es nicht mehr sein wie zuvor.


Kommentare:

  • Diese Geschichte handelt von Aids (zum Lesen markieren), fragt mich nicht, inwiefern das rauszulesen ist. Ich bin kein unwissender Leser *drop* Jedenfalls hat Lauri vermutlich Aki angesteckt... genau habe ich mich nicht damit auseinandergesetzt und ich wollte keine lange Geschichte schreiben. Obwohl man aus der Idee an sich sicherlich mehr machen könnte ^^
  • Die Charaktere haben wenig mit Aki & Lauri gemein, aber das ist nichts Neues in meinen Allein-Trip-Slashes. Im Grunde schreibe ich Geschichten wie früher, nur eben mit geliehenen Namen und Slash-Hintergrund. Nimmt man den Namen Lauri aus dem Text ist es weder FF noch Slash ^^ zumindest wenn dies nicht extra erwähnt wird.